Der rote Faden des Peter Plantikow

/Der rote Faden des Peter Plantikow

Der rote Faden des Peter Plantikow

Ein sehr schöner Artikel über Peter Plantikow der im HERZOG magazin für kultur erschienen ist.

Peter Plantikow, das bedeutet: Party, Kar­ne­val, Party, Cock­tails, Party, Hot Shots, Party,  Am­bien­te, Party, Ko­chen, Party, Rund-um-sorg­los, Party …

Ei­gent­lich war schon für den klei­nen Peter klar, dass er mal ein be­rühm­ter Star­koch wer­den würde. Gro­ßen Wert legte er als Kind dar­auf, ein „schö­nes“ Abendes­sen zu ar­ran­gie­ren. Er rich­te­te dann die But­ter­bro­te auf einer Plat­te ap­pe­tit­lich her.Vom kind­li­chen Abend­bro­tar­ran­ge­ment bis zur Firma „Plan­ti­kow Event Ca­te­ring GmbH“ – einer Firma mit 18 fes­t­an­ge­stell­ten Mit­ar­bei­tern im Jahre 2015 – dau­ert es dann aber noch. Peter spricht vom roten Faden, der sich von An­fang an bis heute durch­zieht.
In den 80er Jah­ren fei­ert meine Ge­ne­ra­ti­on – aus un­se­rer Sicht – le­gen­däre Ju­gend-Feten im Treff, in den Räum­lich­kei­ten der Ro­chus­pfar­re. Heute ist mir klar, dass diese ver­mut­lich des­halb in mei­nem Ge­dächt­nis haf­ten blie­ben, weil sie zu die­ser Zeit unter an­de­rem auch von Peter Plan­ti­kow und Frank Tür­ling or­ga­ni­siert wur­den. 1989 al­ler­dings stellt der Pfarr­ge­mein­de­rat das Par­ty­kon­zept auf den Prüf­stand. Es hatte zu viele Be­schwer­den und Pro­ble­me ge­ge­ben. Peter und Frank be­schlie­ßen, etwas Ei­ge­nes zu or­ga­ni­sie­ren, wenn der Pfarr­ge­mein­de­rat die tra­di­tio­nel­le Kar­ne­valspar­ty ver­bie­ten soll­te. Ge­sagt, getan. Mit dem Namen „No Tu­xe­do“ – auf deutsch „Kein Klei­der­zwang“ – fin­det das junge Event­team für die ers­ten ernst­haf­ten Geh­ver­su­che im Event­be­reich auch schnell den pas­sen­den Namen.
Gera­de 17 Jahre alt, stel­len sie ge­mein­sam mit zwei wei­te­ren Freun­den an Kar­ne­val ein großes Zelt auf den da­ma­li­gen Kir­mes­platz und or­ga­ni­sie­ren die so­ge­nann­te Sa­ha­ra­par­ty mit viel ech­tem Sand auf dem Boden für ein au­then­ti­sches Par­ty­ge­fühl. Weil das Zelt ein­mal steht und auch recht http://www.wholesalejerseys1.com teuer ist, fol­gen noch ei­ni­ge Kar­ne­valspar­tys.Mercedes Benz; Niederlassungsmagazin; 2016; E-Klasse Premiere, MB-Center Köln, FraktusDiese Feten sind so er­folg­reich, dass sie im fol­gen­den Jahr in neuer Auf­la­ge statt­fin­den. Al­ler­dings in deut­lich ver­än­der­ter, na­he­zu be­klem­men­der At­mo­sphä­re. Als Re­ak­ti­on auf den Golf­krieg gibt es keine Kar­ne­vals­zü­ge und viele Ver­an­stal­tun­gen wer­den ab­ge­sagt, das Zelt aber ist be­reits be­zahlt und auf­ge­baut, so dass die Feten plan­mä­ßig durch­ge­führt wer­den. Es sind Kar­ne­valspar­tys, aber kaum ein Gast kommt im Ko­stüm.
Der be­kann­te Jü­li­cher Ga­stro­no­mie-Ex­per­te Mike Schmitz wird auf die bei­den Jung­un­ter­neh­mer auf­merk­sam. Er be­lie­fert da­mals Jü­li­cher Knei­pen und Re­stau­rants mit Bier, Wein und Spi­ri­tuo­sen und weiß, dass die klei­ne Knei­pe „Kreml“ auf der Rö­mer­stra­ße einen neuen Päch­ter sucht.
Peter und Frank über­le­gen nicht lang, tau­fen die Knei­pe in „No Tu­xe­do“ um – und legen mit dem Ope­ning am 4.1.1991 den Grund­stein für viele le­cke­re, kurz­wei­li­ge Cock­taila­ben­de in Jü­lich. Die Bar schlägt ein. Das Kon­zept ist völ­lig neu für Jü­lich. http://www.cheapnfljerseys4.com Da­mals gibt es noch keine Cock­tail­kar­ten in Knei­pen und Re­stau­rants.
Zum Usus der bei­den Bar­kee­per ge­hört die Bei­ga­be eines Gal­lia­no Hot-Shot. Als Lo­kal­run­de zwi­schen­durch, als klei­nes Dan­ke­schön für Stamm­kun­den und ein­fach mal so. Gal­lia­no, ein Ge­tränk der Marke Remy Mar­tin, ist ei­gent­lich auf der Be­liebt­heits­s­ka­la der Firma, ge­mes­sen an den Ver­kaufs­zah­len, sehr weit unten an­ge­sie­delt, so dass die in Jü­lich un­ty­pisch hohe Nach­fra­ge rasch auf­fällt. Der Ver­kaufs­lei­ter Vol­ker Mül­ler wird neu­gie­rig und schaut per­sön­lich nach. Zwi­schen „No Tu­xe­do“ und Mül­ler stimmt die Che­mie, so dass eine neue Idee aus der Taufe Miguel Diaz cheap jersey ge­ho­ben wird. Der Be­ginn der Hot-Shot-Par­tys liegt in den frü­hen 90er Jah­ren. Nach An­lauf­schwie­rig­kei­ten bei der ers­ten Party wer­den auf der zwei­ten be­reits 900 ge­trun­ken. Dies be­ein­druckt Remy Mar­tin so sehr, dass zur 3. Hot-Shot-Party sämt­li­che Au­ßen­dienst­mit­ar­bei­ter zi­tiert wer­den, die zu­se­hen müs­sen, wie in der wirk­lich klei­nen Bar mit ca. 200 Gäs­ten 1445 Hot-Shots ge­trun­ken wer­den. Zeit­gleich läuft eine welt­wei­te Gal­lia­no Pro­mo­ti­on, die von
einem Fern­seh­team be­glei­tet wird. Bei kei­ner ver­gleich­ba­ren Party, sei es in Dis­ko­the­ken in Stock­holm oder Miami, kann diese An­zahl an Hot-Shots im Ver­hält­nis ge­toppt wer­den. Ja, das ist Jü­lich …
In den Fol­ge­jah­ren wer­den die Auf­la­gen für die Bar immer höher, ein Jahr führt Peter die Bar noch al­lein, zieht dann aber einen Schluss­strich. 1994 schließt die Cock­tail­bar „No Miami Heat elite jersey Tu­xe­do“.Peter Plan­ti­kow ist in­zwi­schen 22 Jahre und be­fin­det sich auf einem Schei­de­weg. Noch ist er jung genug, eine Aus­bil­dung zu be­gin­nen.
Aber er ver­lässt sich auf seine In­tui­ti­on und mel­det sich bei Vol­ker Mül­ler von Remy Mar­tin. Peter weiß, dass die Er­fah­run­gen, die er be­reits ge­sam­melt hat, und die in den fol­gen­den Jah­ren dazu kom­men, wert­voll sind, aber für eine schrift­li­che Be­wer­bung wert­los wären. Und doch ent­schei­det er sich, Au­ßen­dienst­ler in der Be­treu­ung von Bars und Ga­stro­no­mie in NRW zu wer­den. Zu­letzt darf er sich „Na­tio­nal Brand Pro­mo­ter“ nen­nen und ent­wi­ckelt ei­ge­ne Kon­zep­te für deutsch­land­wei­te Pro­mo­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen.
141222-peter-plantikow-03Als Au­ßen­dienst­ler ist man im Event­be­reich auf einen guten Händ­ler an­ge­wie­sen und dement­spre­chend hält sich über die Jahre der gute Kon­takt zu Mike Schmitz. Als Peter 1999
das Ge­fühl hat, es sei wie­der an der Zeit, etwas zu ver­än­dern, wird er An­ge­stell­ter bei „Do­ro­thee Schmitz Weine und Spi­ri­tuo­sen“ und tüf­telt ge­mein­sam mit Mike Schmitz ein neues Event-Kon­zept aus. In den An­fän­gen geht es noch nicht um Essen, son­dern eher darum, Kun­den die Mög­lich­keit zu bie­ten, hoch­wer­ti­ges Equip­ment und at­trak­ti­ves Par­ty­zu­be­hör zur Ver­fü­gung zu stel­len. Aus­hän­ge­schild die­ser Zeit ist die Acryl­bar, die auf vie­len Jü­li­cher Fes­ten, aber auch bei Box-Welt­meis­ter­schaf­ten in Frank­furt und beim CHIO in Aa­chen zum Ein­satz kommt.
Es ent­springt in ge­wis­ser Weise einer Pro­sec­co­lau­ne, dass Peter Plan­ti­kow heute eher als Gour­met be­kannt ist, der auch Wein- und Spi­ri­tuo­sen­kennt­nis­sen hat.1999 möch­te Ulla Spen­rath ihren 50. Ge­burts­tag mit einem Tanz in den Mai in der Nord­bas­ti­on des Brücken­kopf­parks fei­ern und ist etwas un­glück­lich, weil der Ca­te­ring-Markt in Jü­lich sich ge­ra­de im Um­bruch be­fin­det. Im­mer­hin ist die Ge­trän­ke­fra­ge dank Peter und Mike ge­klärt. Nach ei­ni­gen Glä­sern Pro­sec­co lässt sich Peter hin­rei­ßen zu ver­spre­chen, er mache auch das Des­sert. Viele Ge­sprä­che und Ab­spra­chen spä­ter ent­rüm­pelt Mike Schmitz seine pri­va­te Dop­pel-Ga­ra­ge, baut eine im­pro­vi­sier­te Küche auf und die bei­den zau­bern das kom­plet­te Essen für 200 Gäste an Ulla Spen­raths Ge­burts­tag. Die Firma „Do­ro­thee Schmitz Event Ca­te­ring“ ist aus der Taufe ge­ho­ben.
Dass nicht alles rei­bungs­los an die­sem Abend ver­läuft und die Gäste zum Bei­spiel erst um weit nach Mit­ter­nacht ihr Des­sert ver­spei­sen kön­nen, haben die Jü­li­cher ver­zie­hen. Vi­el­leicht, weil sie ahnen, was noch an Gour­met­freu­den in den nächs­ten Jah­ren auf uns alle zu­kom­men würde.
Was al­ler­dings in der Re­tro­spek­ti­ve so nett klingt, war nicht immer ein­fach. Mit dem Dü­re­ner Ob­jekt „Schmitz im Stadt­park“ haben sich die Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner so mas­siv ver­ho­ben, dass es zur In­sol­venz der Firma kommt.
Mike Schmitz führt in der Folge die Firma Vi­ni­port al­lei­ne wei­ter und für Peter heißt es ein­mal mehr, Neu­land be­ge­hen. Am 1.6.2004 grün­det er die Plan­ti­kow Event Ca­te­ring GmbH, die im letz­ten Jahr ihr 10­jäh­ri­ges Ju­bi­lä­um fei­ern durf­te.
Das Haupt­be­schäf­ti­gungs­feld liegt in Jü­lich, aber der Name Plan­ti­kow ver­spricht Qua­li­tät und Pro­fes­sio­na­li­tät, die auch deut­lich über die Stadt­gren­zen hin­aus be­kannt und ge­wünscht sind.
Der größ­te Auf­trag der letz­ten Jahre wurde in Schlei­den er­füllt, wo Plan­ti­kow 1.200 Gäste mit allem drum und dran be­wir­te­te. Es sind Erin­ne­run­gen an sol­che Auf­trä­ge, die seine Augen zum Glän­zen brin­gen. Aber auch die ve­ga­ne Hoch­zeit fin­det er span­nend, stellt sich ein auf All­er­gi­en und Un­ver­träg­lich­kei­ten und an­de­re in­di­vi­du­el­le Kun­den­vor­stel­lun­gen. Jedes klei­ne und große Event sieht er als An­spruch und Auf­ga­be, das mit der ge­büh­ren­den Ernst­haf­tig­keit an­ge­gan­gen wird.
Peter Plan­ti­kow ist al­ler­dings froh, dass zu Hause meis­tens seine Frau Stef­fi kocht. Und gern schiebt er auch mal pri­vat die Tief­kühl­piz­za in die Röhre. ..
Un­wei­ger­lich stellt sich mir die Frage, ob der letz­te Kno­ten im roten Faden ge­knüpft ist. Fest­le­gen möch­te sich Peter Plan­ti­kow nicht, fin­det aber, dass es so wei­ter­ge­hen darf, wie es ge­ra­de ist!Autor: Chris­tia­ne Cle­mens

Quelle: http://herzog-magazin.de/menschen/der-rote-faden-des-peter-plantikow

Fotos: Jens Pussel

2017-11-24T17:57:04+00:00